Vortrag: Wem gehört die Straße?

Im Vortrag zu Flächenkonkurrenz und Parkraum zeigt Prof. Dr. Roman Suthold, wie Städte den knappen Straßenraum fair verteilen, ohne notwendigen Verkehr abzuwürgen.

Kurz gesagt

Ein Impulsvortrag für Stadträte, Bürgerräte, Ausschüsse und Planungsforen, die den knappen Straßenraum neu verteilen wollen. Er zeigt, wie das gelingt, ohne Handwerk, Lieferverkehr und Anwohner abzuhängen. Das Ziel ist eine menschengerechte Stadt.

Worum es im Vortrag geht

Jahrzehntelang galt das Leitbild der autogerechten Stadt: erst die Fahrbahn, dann der Rest für Rad- und Fußverkehr. Moderne Planung dreht das um. Der größte Hebel liegt dabei beim Parken, denn ein großer Teil des Stadtverkehrs ist Parksuchverkehr.

Und nicht jede Fahrt lässt sich ersetzen. Handwerksbetriebe, die Wärmepumpen und Solaranlagen installieren, brauchen Zufahrt und Ladezonen. Gebühren für Anwohnerparken dürfen steigen, aber gedeckelt, denn Mobilität muss bezahlbar bleiben.

Aufbau des Vortrags

  1. Vom Leitbild der autogerechten Stadt: zur menschengerechten Stadt
  2. Parkraum als Hebel: Preise nach Auslastung, Shared Parking, Quartiersgaragen, Mobilstationen
  3. Notwendiger Verkehr: was Handwerk, Pflege und Lieferverkehr brauchen
  4. Akzeptanz: Daten, Einzelfallprüfung und Bereitschaft zur Korrektur, am Beispiel Düsseldorf

Was das Publikum mitnimmt

  • Wie Parkraummanagement Verkehr und Konflikte reduziert
  • Warum Pop-up-Radwege eine Einzelfallprüfung brauchen, am Beispiel Düsseldorf
  • Was Handwerk, Pflege und Lieferverkehr brauchen
  • Beispiele aus Köln, Düsseldorf, Bremen, Wien und Utrecht
„Wir brauchen keine autogerechte Stadt, keine fahrradgerechte Stadt und auch keine ÖPNV-gerechte Stadt. Wir brauchen eine menschengerechte Stadt.“

Zahlen und Quellen dazu: Parkraum und Straßenraum und notwendiger Autoverkehr.

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