Autonomes Fahren: Zeit wird zur neuen Währung
Kurz gesagt
Wenn das Fahrzeug selbst fährt, wird Fahrzeit zur Nutzzeit. Das verändert, wie weit Menschen pendeln, wie der öffentliche Verkehr auf dem Land funktioniert und wie viel Verkehr insgesamt entsteht.
Drei Umbrüche
Die Mobilität verändert sich auf drei Ebenen: Das System wird digital und multimodal, Sharing und Elektromobilität steigern die Effizienz, und autonomes Fahren verändert den Wert der Zeit.
Chancen
- Flexibler öffentlicher Verkehr auf Abruf, gerade im ländlichen Raum
- Mehr Teilhabe für Menschen, die nicht selbst fahren können
- Weniger Unfälle durch weniger menschliche Fehler
Risiken
Wenn Fahrzeit nichts mehr kostet, steigt die Versuchung, weiter weg zu wohnen und mehr zu fahren. Erfahrungen mit Fahrdiensten in den USA zeigen, dass neue Angebote zusätzlichen Verkehr erzeugen können. Deshalb braucht autonomes Fahren klare Regeln und eine Einbindung in den öffentlichen Verkehr.
Was Nutzer erwarten
Aus Verbrauchersicht zählen Sicherheit, Datenschutz, klare Haftung und die Möglichkeit, jederzeit eingreifen zu können. Diese Anforderungen hat Roman Suthold unter anderem 2015 in einer Stellungnahme für den Landtag NRW und 2016 beim Homologen-Kongress des TÜV Rheinland formuliert.
Quellen
- Suthold, R. u. a. (2015): Autonomes Fahren: Chancen der Digitalisierung. Stellungnahme zur Anhörung im Landtag NRW
- Suthold, R.; Schulz, W. H. (2016): Von Big Oil zu Big Data?! In: Digitalisierung braucht Leadership
Persönliche fachliche Auffassung von Roman Suthold. Stand: 4. Oktober 2026.