ÖPNV und Multimodalität: Umsteigen muss sich lohnen

Kurz gesagt

Multimodalität heißt, Verkehrsmittel klug zu kombinieren. Der Schlüssel liegt an den Übergängen: Park + Ride mit Echtzeitinformation, einheitlichen Tickets und sicheren Anlagen. Damit mehr Menschen umsteigen, muss der ÖPNV besser und effizienter werden: Qualität rauf, Kosten runter.

Park + Ride als Schlüssel

Viele Pendlerinnen und Pendler starten im Umland mit dem Auto. Ob sie am Stadtrand in Bus und Bahn wechseln, entscheidet sich an der P+R-Anlage. Heute fehlen dort oft Echtzeitinformationen über freie Plätze, ein Ticket, das Parken und Fahrt verbindet, und ein Umfeld, in dem man sich sicher fühlt.

  • Smarte Pendlerparkplätze mit Belegungsanzeige in der App
  • Ein Ticket für Parken und Fahrt
  • Qualitätsstandards für Sicherheit, Sauberkeit und Komfort
  • Interkommunale Zusammenarbeit, denn Pendlerströme enden nicht an Stadtgrenzen

Effizienz im ÖPNV

Mehr Marktanteil für Bus und Bahn entsteht, wenn Qualität steigt und Kosten sinken. Wettbewerb über Ausschreibungen hat sich als Effizienztreiber bewährt, und Fördermittel sollten an Qualitätsziele gekoppelt sein. Gleichzeitig ist der ÖPNV Daseinsvorsorge, besonders im ländlichen Raum.

„Öffentlicher Verkehr wird individueller und individueller Verkehr wird öffentlicher.“

Quellen

  • Baum, H.; Suthold, R. u. a. (2002): Anreize und Instrumente zur Effizienzförderung im ÖPNV. Endbericht für das BMVBW
  • Suthold, R. u. a. (2015): Smartes Parkraummanagement und Mobilitätsstationen. DER NAHVERKEHR 3/2015

Persönliche fachliche Auffassung von Roman Suthold. Stand: 4. Oktober 2026.